Bei einer Eigenbluttherapie wird eigenes Blut entnommen und anschließend wieder in
den Körper eingebracht. Je nach angewendetem Verfahren kann das Blut dabei
unverändert oder auf unterschiedliche Weise weiterverarbeitet bzw. aufbereitet
werden.
Die Eigenbluttherapie wird in bestimmten Bereichen der komplementären und
naturheilkundlichen Medizin als ergänzende Behandlung eingesetzt. Ziel ist es,
körpereigene Regulations- und Heilungsprozesse zu unterstützen.
Je nach Verfahren und Erkrankung unterscheiden sich die Durchführung, die möglichen
Wirkungen und die wissenschaftliche Datenlage deutlich. Ein Behandlungserfolg kann
daher nicht garantiert werden.
Wie läuft die Behandlung ab?
Für die Behandlung wird eine kleine Menge Blut aus einer Vene entnommen. Je nach
angewendetem Verfahren wird das Blut anschließend entweder unverändert oder nach
einer speziellen Aufbereitung wieder durch eine Injektion verabreicht.
Wie viele Behandlungen erforderlich sind und in welchen Abständen diese
durchgeführt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Verfahren und Ihrer
individuellen Situation.
Was kann ich während der Behandlung spüren?
Bei der Blutentnahme kann es kurzzeitig zu einem Stechen oder einem leichten
Druckgefühl kommen.
Nach der Behandlung können vorübergehend Müdigkeit, ein leichtes Unwohlsein oder
lokale Beschwerden an der Einstichstelle auftreten. Die individuelle Reaktion kann
unterschiedlich sein.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Wie bei jeder Blutentnahme oder Injektion können Nebenwirkungen auftreten. Dazu
gehören beispielsweise:
- Schmerzen oder Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle
- kleine Blutungen oder Blutergüsse
- leichte Schwellungen oder Rötungen
- Schwindel oder Kreislaufbeschwerden
- vorübergehende Müdigkeit oder Unwohlsein
Bei bestimmten Verfahren bestehen weitere spezifische Risiken. Über diese werden Sie
vor der Behandlung individuell aufgeklärt.
Wann ist besondere Vorsicht erforderlich?
Bitte informieren Sie uns vor der Behandlung insbesondere über:
- Erkrankungen des Blut- oder Gerinnungssystems
- eine erhöhte Blutungsneigung
- die Einnahme von Blutverdünnern
- schwere akute Erkrankungen oder Infektionen
- bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten
- Schwangerschaft oder eine mögliche Schwangerschaft
- alle regelmäßig eingenommenen Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel
Ob eine Eigenbluttherapie für Sie geeignet ist, wird anhand Ihrer persönlichen
Krankengeschichte und Ihres aktuellen Gesundheitszustandes entschieden.
Was kann die Eigenbluttherapie bewirken?
Orthopädie und Sportmedizin: Behandlung von Arthrose (z. B. im Knie),
Sehnenreizungen (wie Tennisarm oder Achillessehnenbeschwerden) und
Muskelverletzungen.
Naturheilkunde: Einsatz zur allgemeinen Immunstimulation oder bei chronischen
Infekten.
Ästhetik und Dermatologie: Teilweise Anwendung bei Haarausfall, Narbenkeloiden
Was sollte ich nach der Behandlung beachten?
Nach der Behandlung sollten Sie auf Ihren Körper achten und sich bei Bedarf etwas
Ruhe gönnen.
Bei Schwindel oder Kreislaufbeschwerden sollten Sie zunächst sitzen oder liegen
bleiben und erst langsam wieder aufstehen.
Wichtig
Die Eigenbluttherapie ist kein einheitliches Behandlungsverfahren. Art der
Blutentnahme, Aufbereitung und Wiedereinbringung können je nach angewendeter
Methode unterschiedlich sein.
Vor der Behandlung werden Sie deshalb über das bei Ihnen vorgesehene Verfahren,
den Ablauf, den erwarteten Nutzen, mögliche Risiken und gegebenenfalls bestehende
alternative Behandlungsmöglichkeiten informiert.
Die Behandlung erfolgt nur nach vorheriger Aufklärung und Ihrer freiwilligen
Zustimmung.
Die Kosten für die Behandlung müssen vom Patienten selber getragen werden.