Die Hyposensibilisierung (auch Allergen-spezifische Immuntherapie oder Desensibilisierung genannt) ist eine ursächliche Behandlung von Allergien, bei der das Immunsystem langsam an den Auslöser gewöhnt wird, um eine Toleranz aufzubauen. Was ist eine Hyposensibilisierung? Im Gegensatz zu normalen Allergie-Medikamenten (wie Antihistaminika), die nur die Symptome unterdrücken, bekämpft diese Behandlung die Ursache. Dem Körper werden über einen längeren Zeitraum regelmäßig kleine, kontrollierte Mengen des Allergens zugeführt. Das Immunsystem lernt, den Stoff als harmlos einzustufen und nicht mehr übermäßig darauf zu reagieren. Zudem kann sie einen Etagenwechsel zu Asthma verhindern. Anwendungsgebiete: Pollen: Heuschnupfen durch Gräser-, Getreide-, Kräuter- oder Baumpollen. Insektengifte: Allergien gegen Wespen- oder Bienengift (kann lebensrettend sein). Innenraum-Allergene: Hausstaubmilben. Behandlungsformen: Subkutane Immuntherapie: Das Allergen wird in Abständen (in der Erhaltungsphase alle 4 bis 6 Wochen) unter die Haut des Oberarms gespritzt. Sublinguale Immuntherapie: Das Allergen wird täglich als Tablette oder Tropfen unter die Zunge gegeben und dort kurz gehalten, bevor man es schluckt. Dauer der Behandlung: Die Therapie dauert in der Regel 3 bis 5 Jahre, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen.