Bei einer Infusionstherapie werden Flüssigkeiten, Medikamente, Vitamine, Mineralstoffe oder andere Wirkstoffe über eine Vene direkt in den Blutkreislauf verabreicht. Die intravenöse Gabe ermöglicht eine schnelle Aufnahme der jeweiligen Substanzen. Welche Infusion sinnvoll ist, hängt von Ihren Beschwerden, Ihrem Gesundheitszustand und – falls erforderlich – von vorherigen Untersuchungen und Laborwerten ab. Wie läuft eine Infusion ab? Für die Infusion wird eine kleine Venenkanüle, meist am Arm oder Handrücken, gelegt. Über diese wird die individuell ausgewählte Infusionslösung langsam verabreicht. Je nach Zusammensetzung und Menge dauert eine Infusion in der Regel etwa 20 bis 60 Minuten. Während der Behandlung sollten Sie möglichst ruhig sitzen oder liegen. Sie können uns jederzeit mitteilen, wenn Sie sich unwohl fühlen. Welche Stoffe können verabreicht werden? Je nach medizinischer Notwendigkeit können beispielsweise enthalten sein: - Flüssigkeit und Elektrolyte - bestimmte Vitamine - Mineralstoffe und Spurenelemente - Medikamente - weitere individuell ausgewählte Wirkstoffe Die Zusammensetzung und Dosierung werden an die jeweilige Situation angepasst. Welche Ziele kann eine Infusionstherapie haben? Eine Infusion kann – abhängig von der jeweiligen Zusammensetzung und dem Anwendungsgebiet – beispielsweise dazu dienen, - einen Flüssigkeits- oder Elektrolytmangel auszugleichen, - bestimmte Medikamente gezielt zu verabreichen, - einen nachgewiesenen Nährstoffmangel zu behandeln, - die Versorgung mit bestimmten Mikronährstoffen zu verbessern. Wie fühlt sich eine Infusion an? Während der Infusion kann es gelegentlich zu einem leichten Druck-, Wärme- oder Kältegefühl kommen. Manche Menschen empfinden die Behandlung als entspannend, während andere während der Infusion etwas müde werden. Sollten Sie Schmerzen, Brennen an der Einstichstelle, Schwindel, Übelkeit, Herzklopfen oder andere Beschwerden bemerken, informieren Sie uns bitte sofort. Mögliche Nebenwirkungen und Risiken Infusionen sind im Allgemeinen gut verträglich, dennoch können Nebenwirkungen auftreten. Mögliche Reaktionen sind: - Schmerzen oder Bluterguss an der Einstichstelle - Rötung oder Schwellung - Reizung der Vene - Kreislaufbeschwerden oder Schwindel - Übelkeit - Kopfschmerzen - allergische Reaktionen - selten Infektionen oder stärkere Reaktionen Je nach verwendeter Substanz können weitere spezifische Nebenwirkungen auftreten. Wann ist besondere Vorsicht erforderlich? Bitte informieren Sie uns vor der Behandlung insbesondere über: - bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten - Herz-, Nieren- oder Lebererkrankungen - bestehende Flüssigkeitseinlagerungen - Schwangerschaft oder Stillzeit - regelmäßig eingenommene Medikamente - frühere Probleme oder Reaktionen bei Infusionen Bei bestimmten Erkrankungen oder Medikamenten kann eine Infusion ungeeignet sein oder eine besondere Überwachung erfordern. Die Einstichstelle kann noch kurze Zeit empfindlich sein oder einen kleinen Bluterguss entwickeln. Bei zunehmender Rötung, Schwellung, starken Schmerzen oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden sollten Sie sich bei uns melden. Die meisten Infusionstherapien sind nicht Gegenstands des Leistungskataloges der Krankenkassen, daher müssen diese Kosten in der Regel vom Patienen selber getragen werden.